Erneuerbare Energie stösst bis heute leider noch immer an ihre technischen Grenzen. Die Wirkungsgrade von Wasser-, Solar- oder Wind-Kraftwerken sind einfach noch nicht hoch genug und die Investitionskosten teilweise noch zu gewaltig, um den Bedarf an Energie moderner Industriestaaten zu decken.
Deshalb ist das Kernkraftwerk in vielen Ländern der Welt - und auch in der Schweiz - bis auf weiteres noch eine sinnvolle, sichere und kostengünstige Alternative.
Die Genossenschaft Nagra ist in der Schweiz dafür verantwortlich, dass die bei der Kernenergie und auch in der Medizin anfallenden radioaktiven Abfälle inventarisiert, zwischen- und letztendlich endgelagert werden. Für die Endlagerung schreibt das Schweizer Gesetz ein geologisches Tiefenlager vor, welches in geeigneten Gesteinsschichten in mehreren hundert Metern Tiefe angelegt werden muss. Die schwierige Standortfindung ist eine weitere Hauptaufgabe der Nagra, welcher sie mit Hilfe qualifizierter Mitarbeiter und eigenen Forschungseinrichtungen sehr gewissenhaft nachgeht.
Generell gelten beim Umgang mit Atommüll weltweit die höchsten Sicherheitsstandards. Diese werden in der Schweiz von der Nagra seit vielen Jahren eingehalten und durch internationale Zusammenarbeit immer weiter verbessert. In den nächsten 30 bis 40 Jahren wird ein geologisches Tiefenlager voraussichtlich gebaut, um die bis dahin abgekühlten, zwischengelagerten Abfälle darin sicher und umweltschonend zu deponieren. Mithilfe von konsequenter Information der Bevölkerung ist man bemüht, die Ängste der Bürger diesbezüglich möglichst zu beruhigen.
Die Nagra, die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle, ist für die sorgfältige und umweltschonende Entsorgung aller radioaktiven Abfälle der Schweiz zuständig. Im Detail geht es dabei um allerlei Abfälle, welche vorwiegend in den Kernkraftwerken oder aber auch im Bereich der Forschung, bei der Strahlentherapie in der Medizin oder in der Industrie entstehen.
Grundsätzlich ist Radioaktivität eine natürliche Erscheinung, die überall dort eine Rolle spielt, wo radioaktive Materialien ihren Einsatz finden. In der Schweiz gehören die 5 Kernkraftwerke, in welchen durch Kernspaltung Atomenergie erzeugt wird, zu den mit Abstand grössten Verursachern von derartigen Abfällen. Damit die Strahlung dieser radioaktiven Abfälle Mensch und Umwelt weder heute noch in ferner Zukunft bedroht, werden diese Abfälle in geologischen Tiefenlagern entsorgt. Ein solches Endlager wird gemäss den Vorgaben des Schweizerischen Kernenergiegesetzes tief im Boden, inmitten verschiedener Gesteinsschichten angelegt. Die Nagra übernimmt sowohl die Planung von solch geologischen Tiefenlagern, als die vorgängigen, wissenschaftlichen Abklärungen, unter Berücksichtigung des Sachplanes für geologische Tiefenlager, der vom Bund vorgegeben wurde.
Als mögliche geologische Standorte für die Tiefenlagerung von radioaktiven Abfällen in der Schweiz werden verschiedene Regionen in Betracht gezogen, welche die im Sachplan vorgegebenen Kriterien ausnahmslos erfüllen. Momentan werden für die hochaktiven Abfälle die Gebiete Zürcher Weinland (Benken, Rheinau, Marthalen etc.), Nördlich Lägeren (Glattfelden, Stadel, Schneisingen etc.) und Bözberg (Mönthal, Bözen, Gallenkirch etc.) in Betracht gezogen. Für die schwach- und mittelaktiven Abfälle kommen zudem die Regionen Südranden, Jura-Südfuss oder Wellenberg in Frage.
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